Digitalisierung, Erfassung und Auswertung von Zählerständen
Digitale Zählerstände als Basis für fundierte Entscheidungen


THOR GmbH
seit 1959
Herstellung und Vertrieb von Spezialchemikalien für industrielle und konsumnahe Anwendungen
Die Aufgabe
THOR ist ein international tätiger Spezialchemiehersteller, der Biozide, Desinfektionsmittel, Flammschutzmittel, Inhaltsstoffe für Körperpflegeprodukte und multifunktionale Additive entwickelt, produziert und vertreibt. Als Unternehmen ist Thor auch um die nachhaltige Produktion ihrer Produkte bemüht. Allerdings erfolgte die Datenerfassung zu den jeweiligen Verbräuchen von Strom, Gas und Wasser bisher teils noch händisch. Eine Aufgabe, die sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Daher kam THOR auf das RZzKI zu, um Möglichkeiten zu diskutieren die bestehenden Zähleranlagen wo nötig zu digitalisieren und eine standardisierte Softwarelösung zur Aufbereitung der daraus ergebenen Daten zu finden.
Die Vorgehensweise
Nach der gemeinsamen Auftragsklärung führte das RZzKI zunächst eine umfassende Potenzialanalyse durch. Ziel war es, die bestehenden Prozesse, technischen Voraussetzungen und Anforderungen an eine zukünftige Softwarelösung möglichst vollständig zu erfassen. In Anlehnung an agile Methoden wurden hierzu User Stories formuliert. Diese beschreiben Anforderungen aus der Perspektive der späteren Nutzerinnen und Nutzer und verdeutlichen, welche Funktion sie für welchen Zweck benötigen.
Um ein ganzheitliches Bild der betrieblichen Abläufe zu erhalten, wurden Beschäftigte aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen einbezogen. Dazu gehörten unter anderem die IT-Abteilung, der Bereich Sustainability, Quality and Compliance, Gebäudeverantwortliche sowie Mitarbeitende aus der Anlagentechnik. Auf diese Weise konnten sowohl technische und organisatorische Rahmenbedingungen als auch die konkreten Bedürfnisse der späteren Anwenderinnen und Anwender berücksichtigt werden. Dies stellte zugleich eine menschenzentrierte Ausrichtung der geplanten Lösung sicher.
Den Abschluss der Potenzialanalyse bildete eine Priorisierung der identifizierten Anforderungen nach der MoSCoW-Methode. Dabei werden Anforderungen danach eingeordnet, ob sie zwingend umgesetzt werden müssen (Must), umgesetzt werden sollten (Should), optional umgesetzt werden könnten (Could) oder zunächst nicht Bestandteil der Lösung sein sollen (Won’t).
Auf Grundlage dieser Ergebnisse führte das RZzKI anschließend eine Marktrecherche durch. Untersucht wurden sowohl technische Möglichkeiten zur Digitalisierung bestehender Zähleranlagen als auch Softwarelösungen für die zentrale Sammlung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung der erfassten Verbrauchsdaten. Dadurch konnten THOR verschiedene Handlungsoptionen und mögliche nächste Schritte für die Umsetzung aufgezeigt werden.
Das Ergebnis
Durch die Potenzialanalyse und die anschließende Marktrecherche erhielt THOR eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Digitalisierung der Verbrauchsdatenerfassung. Der erarbeitete Anforderungskatalog schafft Klarheit darüber, welche technischen und organisatorischen Funktionen eine geeignete Lösung erfüllen sollte und welche Anforderungen für das Unternehmen besonders relevant sind.
Gleichzeitig vermittelte die Marktübersicht einen strukturierten Einblick in verfügbare Technologien und Softwarelösungen. THOR verfügt damit über das notwendige Handwerkszeug, um mögliche Anbieter gezielt zu bewerten, interne Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen zu klären und die nächsten Umsetzungsschritte bedarfsgerecht zu planen. Die Projektergebnisse bilden somit eine belastbare Grundlage, auf der das Vorhaben durch Thor effizient weitergeführt werden kann.
„Das Projekt verlief sehr erfolgreich und war geprägt von einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die erzielten Ergebnisse schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für das Unternehmen und bilden eine solide Grundlage für weitere Verbesserungen. Wir bedanken uns bei allen Projektmitgliedern für ihr Engagement und ihren Einsatz.“
Thorsten Wehe, Head of SQC







