Der KI-Einsatz in KMU in Deutschland und International
Literaturanalyse des RZzKI beleuchtet den Einsatz Künstlicher Intelligenz


Eine aktuelle Literaturanalyse des RZzKI beleuchtet den Einsatz Künstlicher Intelligenz in kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland und im internationalen Vergleich. Grundlage sind Veröffentlichungen aus dem Zeitraum 2025 bis Juli 2026. Insgesamt wurden 200 potenziell relevante Arbeiten identifiziert, davon 131 mit öffentlich zugänglichem Volltext. Sieben Studien wurden als besonders relevant für die untersuchten Fragestellungen zu Verbreitung, Nutzen, Verfahren, Risiken und Voraussetzungen des KI-Einsatzes ausgewertet.
Insgesamt zeigt sich: KI gewinnt in Unternehmen deutlich an Bedeutung, wird jedoch je nach Branche und Anwendungsfeld sehr unterschiedlich eingesetzt. In Deutschland nutzen 32 Prozent der Unternehmen generative KI. Je nach Branche reicht der Anteil der KI-nutzenden Unternehmen von 12,2 Prozent im Bereich Verkehr und Lagerei bis zu 75,4 Prozent in Information und Kommunikation. Besonders verbreitet ist KI damit in informations- und wissensintensiven Bereichen, während andere Branchen aufgrund geringerer Digitalisierung, fehlender Datenströme oder begrenzter Kompetenzen langsamer vorankommen.
Der bisherige Nutzen von KI liegt vor allem in effizienteren Aufgaben und Geschäftsprozessen, der Automatisierung repetitiver Tätigkeiten, einer besseren Entscheidungsunterstützung sowie neuen Innovationsmöglichkeiten. Größere Produktivitätseffekte auf Unternehmensebene bleiben bislang jedoch häufig begrenzt. Entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz sind geeignete Daten, eine passende IT-Infrastruktur, ausreichende KI- und Datenkompetenzen sowie eine klare organisatorische Einbettung. Gerade KMU stehen dabei vor Herausforderungen durch begrenzte Ressourcen, fehlendes Fachwissen, unzureichende Datenqualität sowie rechtliche, sicherheitsbezogene und ethische Anforderungen.
Die Analyse macht zugleich deutlich, dass erfolgreiche KI-Einführung weniger von einzelnen Technologien als von den betrieblichen Rahmenbedingungen abhängt. Unternehmen sollten KI-Anwendungen daher gezielt an ihren Geschäftsprozessen und verfügbaren Daten ausrichten, Kompetenzen aufbauen, Verantwortlichkeiten definieren und Risiken kontinuierlich berücksichtigen. Für KMU können Weiterbildungsangebote sowie Kooperationen mit externen Technologieanbietern, Beratungen oder Forschungseinrichtungen helfen, fehlende Ressourcen und Expertise zu ergänzen.
Unternehmen, die den Einsatz von KI konkret angehen möchten, können dabei auf die Angebote des RZzKI zurückgreifen. Das Regionale Zukunftszentrum unterstützt KMU im Saarland und in Rheinland-Pfalz kostenfrei bei Fragen zur Digitalisierung und zum menschenzentrierten Einsatz von KI. Das Angebot reicht von einer Lotsenberatung über Lehr- und Lernmodule für Management, Fachkräfte und Arbeitnehmervertretungen bis hin zu vertiefenden Beratungen zur KI-Einführung und praktischen Erprobung. Ziel ist es, die Selbstlern- und Gestaltungskompetenz von Unternehmen und Beschäftigten nachhaltig zu stärken.
Die Literaturanalyse können Sie Hier downloaden.







